Nationale Koordination Seltene Krankheiten
Coordination nationale des maladies rares
Coordinazione nazionale malattie rare
Coordination Rare Diseases Switzerland

Anerkennungsprozess

Die Anerkennung von Referenzzentren und Zentren für seltene Krankheiten dient dem Ziel, eine gute Qualität der Versorgung in der ganzen Schweiz zu gewährleisten. Die kosek hat die Aufgabe übernommen, die Kriterien der Anerkennung zu konkretisieren und den Anerkennungsprozess zu gestalten und durchzuführen.

Grundlagen des Anerkennungsprozesses

Die kosek unterscheidet zwischen krankheitsübergreifende Zentren für seltene Krankheiten und Referenzzentren für spezifische Krankheitsgruppen. Zentren für seltene Krankheiten sind interdisziplinäre Anlaufstellen für Patientinnen und Patienten ohne Diagnose. Referenzzentren organisieren im Netzwerk mit allen betroffenen Leistungserbringern und Patientengruppen die Versorgung für bestimmte Gruppen von seltenen Krankheiten (z.B. seltene Stoffwechselkrankheiten - siehe dazu Pilotprojekte).

Die kosek hat 2017 damit begonnen, die Kriterien und den Anerkennungsprozess konkret auszugestalten. Grundlage dafür bilden die Kriterien, welche die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW in seinem Bericht von 2016 dargestellt hat. Dabei werden die Schweizer Kriterien mit den bestehenden Kriterien auf internationaler Ebene abgestimmt, vor allem mit der Validierung von Leistungserbringern durch Orphanet und durch die Europäischen Referenznetzwerke.

Anerkennungsverfahren für Zentren für seltene Krankheiten

Im Juni 2019 lanciert die kosek das Verfahren zur Anerkennung von Zentren für seltene Krankheiten. Dieses Verfahren sieht vor, dass Zentren für seltene Krankheiten, die sich durch die kosek anerkennen lassen wollen, untenstehenden Fragebogen (inkl. Anhang) ausfüllen. Alle Unterlagen zum Verfahren sind hier zu finden:

 

Interessierte Institutionen sind eingeladen, sich zu bewerben. Im ersten Schritt sollen sie sich bei der kosek melden, damit die möglichen Zentren innerhalb der Gesamtversorgung verortet werden können.

Bewerbungen sind bis 30. September 2019 bei der kosek einzureichen (Fristverlängerung auf Anfrage).

Danach sind Bewerbungen jedes Jahr bis Ende September möglich.

 

Auskunftsperson: Christine Guckert, wiss. Mitarbeiterin, christine.guckert(at)kosekschweiz.ch oder 031/306 93 87

 

Die Anerkennung von Referenzzentren und Zentren für seltene Krankheiten in der Schweiz soll den Schweizer Fachpersonen die Teilnahme an den European Reference Networks (ERNs) erleichtern.

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